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Hirschkäfer

Was ein großer Käfer!

Ein Balkenschröter? Nein, da stimmt die Größe nicht. Aber in die Familie der Schröter gehört er auf jeden Fall. So waren meine Gedanken.

Da liegt es ziemlich nahe, dass ich sofort einen Zollstock holte, denn da er fast stand konnte ich sehr gut messen.

Na ja, gut messen ist so eine Sache, weil man dabei ja nur mit einer Hand fotografieren kann. Wie man sehen kann, habe ich es aber geschafft.

Etwas ungenau sieht es ja schon aus, aber 40mm sind es auf jeden Fall.

Er rührte sich nicht vom Fleck. Ab und zu sah er zu mir, aber offensichtlich machte es ihm nichts aus.

Es handelt sich bei diesem Käfer um einen Hirschkäfer. Einen weiblichen. Wie immer in der Natur, sieht "sie" nicht so schön aus wie der männliche Hirschkäfer.

Wenn man weiß, dass die Entwicklung einer Larve 5 Jahre dauert, dann freut man sich besonders, wenn man ihn sieht.

Ich ließ in Ruhe, aber nach einer Weile sah ich noch einmal nach, ob er noch auf dem Holz saß. Natürlich nicht, sondern er krabbelte an der Wand entlang. Er fiel hinunter, krabbelte wieder hoch und fiel wieder.

Auf dem Schlauch ging es dann besser voran. Allerdings sah ich, dass an seinen Füßen ziemlich viele Spinnweben hingen. Kein Wunder, dass er keine Halt an der Wand gefunden hatte. Mit klebrigen Füßen geht das eben nur schlecht.

Als er wieder einmal auf dem Rücken lag, konnte ich es noch deutlicher sehen. Da lag es nahe, ihn von diesen Spinnweben zu befreien. Zuerst probierte ich es mit den Fingern. Als ich zu nahe an seine Oberkiefer kam, zwickte er zu. Aha, ganz schon heftig im Verhältnis zu anderen Käfern, aber auch kein Problem. Mit einem Blattstängel ging es besser. Alles sauber und so half ich ihm wieder auf die Füße.

13.07.15